Erfolgreicher Wochenend-Workshop “Von der Knappheit in die Fülle“


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Rd. 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus allen Altersgruppen und aus sehr unterschiedlichen Bereichen der Gesellschaft trugen am Wochenende 19.-21. Februar 2016 in bester Stimmung zu einem erfolgreichen Workshop mit dem Thema “Von der Knappheit in die Fülle – ein anderes Zukunftsbild des Wirtschaftens“ bei.

Genauer wird darüber in der Zeitschrift Humane Wirtschaft 02/2016 berichtet. HIer geht es zu dem Artikel.

Inspirierend fanden viele der Teilnehmer die verschiedenen inhaltlichen Impulse zur These der Veranstalter des Lernortes Wuppertal, dass Knappheit zum Teil von uns Menschen selbst konstruiert wird.

  • Indem wir unsere Fürsorgehaltung für einander und für unsere Mitwelt über die Jahrhunderte reduziert haben,
  • indem wir Gemeinschaft schwächen statt zu stärken,
  • indem wir teilweise unzureichende, dysfunktionale Institutionen nutzen,

verhindern wir, dass wir unsere wirklichen Bedürfnisse wahrnehmen und befriedigen. Dadurch verschärfen wir in unserer eigenen Wahrnehmung oft noch zusätzlich den Eindruck von Knappheit, Mangel, Defizit.

Es gab nach Bekundung der Besucher eine Reihe von Aha-Erlebnissen dazu, wie wir stattdessen mehr Fülle durch mehr Wertschätzung und geistig-seelischer „Entrümpelung“, Pflege von Gemeinschaft und funktionierende Institutionen (wie bspw. unser Geld) gedeihen lassen können.

Das Geldspiel von Margrit Kennedy und ein kleiner schauspielerischer Beitrag der Veranstalter selbst sensibilisierten durch unmittelbare (Selbst-)Wahrnehmung alle mitwirkenden Besucher für das Thema des Wochenendes. Fachworkshops zu einer bunten Palette von Aspekten boten Anlass zum Nachdenken und Austauschen: Fließendes Geld, Konstruktion von Knappheit durch unsere Rechtsordnung, der Wandel von Geldfunktionen und des Verlusts der Fürsorgehaltung in der Geschichte, mehr echte Bedürfnisorientierung durch sog. Gewaltfreie Kommunikation, das Spannungsverhältnis von Geld und Gemeinschaft, systematische Förderung kooperativer Wirtschaftsformen, bedingungsloses Grundeinkommen, der Chiemgauer als Regionalwährung mit Umlaufsicherung, Solidarische Landwirtschaft, der projektorientierte Ansatz der Transition Towns und nicht zuletzt ein Bildungsprojekt in Planung, das den Weisheitsschatz in Literatur und Religion zum Thema Geld sichtbar machen wird.

Die Veranstalter werden durch den Erfolg ermutigt, Veranstaltungen mit ähnlichem Zuschnitt folgen zu lassen.