Jahresauftakt des Experimentellen Integralen Salons am 4.1.2017


Eine kleine feine Runde traf sich am 4. Januar, um den Experimentellen Integralen Salon zum ersten Mal in diesem Jahr mit Leben zu füllen. Treffpunkt war dieses Mal ausnahmsweise die AtelierWerkstatt von Sabine Dohr. Gastgeber war Mitmieter Michael Espenlaub.
Um gleich vorab die Stimmung zu charakterisieren: Es war eine offene, herzliche und lebendige Atmosphäre unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die dieses Mal nach einer ausgiebigen Darstellung, was sie jeweils in den Tagen um die Jahreswende berührt hat, mit der Methode 3-2-1 tiefer in die Schattenarbeit einstiegen. (Das Foto entstand in einer Pause.)
3-2-1 ist eine Methode, die bewährte Elemente der Gestaltarbeit nach C.G. Jung einsetzt und entweder mit einer Partnerin/einem Partner oder allein durchgeführt werden kann. Wir wählten jeweils Partnerinnen/Partner aus, mit denen wir arbeiteten, und haben die „Instant-Variante“ (etwa 15 Minuten) im Wechsel genutzt.
Was geschieht bei der Schattenarbeit nach der 3-2-1-Methode? Sie hilft, den eigenen Schatten zu identifizieren, bspw. indem man – wie in unserem Fall – jemanden aus der Runde wählt, der einen mit seinem Verhalten oder seinen Äußerungen stark irritiert, manchmal auch ärgert. Wir sind in einen inneren Dialog mit diesem Menschen, der vor uns saß, getreten und haben versucht wahrzunehmen, was uns am meisten irritiert. Zunächst in der 3. Person, dann in der 2. und schließlich für die Integration in der 1. Person haben wir ausgesprochen, was wir wahrgenommen haben. Auf diesem Weg ist es möglich, eigene Schattenanteile zu re-integrieren. Und das Bemerkenswerte an dem Abend war, dass wir tatsächlich alle irgendwie dadurch berührt waren, was durch diese Methode in uns so “hochkam”.